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Aufgabe:

Gegeben einem Dreieck △pqr in A2 konstruieren wir eine Abbildung f: pq → pq der Seite pq wie folgt. 
Ist a ein Punkt auf der Strecke pq, dann schneidet die Gerade a+⟨qr⟩ die Seite pr in einem Punkt a1. 
Die Gerade a1 +⟨pq⟩ schneidet die Strecke qr wiederum in einem Punkt a2 und die Gerade a2 +⟨pr⟩ die Seite pq schließlich in einem Punkt f(a)
Zz.: 1) Für jeden Punkt a gilt f2(a)= a
       2) Ist a der Mittelpunkt der Strecke pq, gilt sogar f(a)= a.

Hinweis: Setzen Sie a = p+λ·pq und f(a)= p+µ·pq mit Skalaren λ,µ ∈R. 
Welcher Zusammenhang besteht zwischen λ und µ?


Problem/Ansatz:

Ich habe mir folgendes überlegt:

a = p+λ·pq

a1 = p+λ·pq + λ1·qr

a2= p+λ·pq + λ1·qr + λ2·pq

f(a) = p+λ·pq+  λ1·qr + λ2·pq +  λ3·rp

Wie komme ich nun auf f(a)= p+µ·pq ?
In der Zeichnung sieht es so aus, als ob λ+λ2=1
Was bringt mir dies?


für f2(a) = a habe ich mir folgendes überlegt: (in meiner Zeichnung entstehen analog zu oben noch die Punkt a1´, a2´

Außerdem kenne ich aus der Vorlesung den Satz von Thales.

Daher folgere ich für die Aufgabe:

(p:f(a):a) = α    -> <aa1> = α < f(a) a1´>

(q:a:f(a)) = β    -> <f(a)a2> = β <aa2´>

(r:a2:a2´) = γ   -> <a1´a2´> = γ <a1a2>

Kann ich dies für die Berechnung verwenden?


Vielen lieben Dank für die Mühe und Hilfe :)

Die verzweifelte Lisl

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Beste Antwort

Hallo Lisl,

Ich unterstelle mal, die Zeichnung, die Dir vorliegt, sieht in etwa so aus:

Untitled5.png

Ich habe mir folgendes überlegt:
a = p+λ·pq
a1 = p+λ·pq + λ1·qr

Der Ansatz ist schon mal richtig. Nun ist es aber so, dass man λ1\lambda_1 nicht frei wählen kann, sondern λ1\lambda_1 soll ja genau so groß sein, dass a2a_2 auf der Seite prpr liegt. Dafür beschränke ich mich im folgenden auf die Seiten pqpq und prpr. Die Seite qrqr ergibt sich daraus:qr=prpqqr = pr - pq Das qrqr ersetze ich nun in der Gleichung für a1a_1:a1=p+λpq+λ1(prpq)=p+(λλ1)pq+λ1pra_1 = p+\lambda \cdot pq + \lambda_1 \cdot (pr - pq) = p +(\lambda - \lambda_1)pq + \lambda_1 \cdot pr Mit der Forderung, dass a1a_1 auf der Seite qrqr liegt, folgt, dass a1a_1 die Form a1=p+tpra_1 = p + t \cdot pr mit tRt \in \mathbb{R} haben muss. Daraus folgt, dass der Faktor vor pqpq gleich 0 sein muss! Also istλλ1=0    λ1=λ\lambda - \lambda_1 = 0 \implies \lambda_1=\lambdaDemnach ista1=p+λpra_1 = p + \lambda \cdot prUnd jetzt gehe ich genauso weiter wie Du in Deinem Ansatz:a2=a1+λ2pq=p+λpr+λ2pqa_2 = a_1 + \lambda_2 \cdot pq = p + \lambda \cdot pr + \lambda_2 \cdot pqWieder ist das λ2\lambda_2 nicht frei wählbar. a2a_2 soll auf der Seite qrqr liegen. Also gilt aucha2=q+tqr=p+pq+t(prpq)=p+tpr+(1t)pqa_2 = q + t \cdot qr = p + pq + t(pr - pq) = p + t \cdot pr + (1-t)pqVergleicht man dies mit der vorhergehenden Gleichung für a2a_2 so folgt daraus, dass λ2=1λ\lambda_2 = 1 - \lambda sein muss. In jedem andern Fall läge a2a_2 nicht auf qrqr. Also ist a2=p+λpr+(1λ)pqa_2 = p + \lambda \cdot pr + (1-\lambda) pqWeiter geht's mit f(a)f(a):f(a)=a2+λ3rpf(a) = a_2 + \lambda_3 \cdot rpNun  ist rp=prrp= - pr und man kann schreiben:f(a)=p+λpr+(1λ)pqλ3pr=p+(λλ3)pr+(1λ)pqf(a) = p + \lambda \cdot pr + (1-\lambda) pq - \lambda_3 \cdot pr = p + (\lambda -\lambda_3) pr + (1- \lambda) pqund aus der Forderung, dass f(a)f(a) auf der Seite pqpq liegt, also die Form f(a)=p+tpqf(a) = p + t \cdot pq hat, folgt wie oben:λλ3=0    λ3=λ\lambda - \lambda_3 = 0 \implies \lambda_3 = \lambdaDas Ergebnis lautet also:f(a)=p+μpq=p+(1λ)pqmita=p+λpq    μ=1λf(a) = p + \mu \cdot pq = p + (1-\lambda) pq \quad \text{mit} \quad a = p + \lambda \cdot pq \\ \implies \mu = 1 - \lambdaf2(a)f^2(a) ist nun leicht zu berechnen:f2(a)=f2(λ)=p+(1(1λ))pq=p+λpq=af^2(a) = f^2(\lambda) = p + (1- (1- \lambda)) \cdot pq = p + \lambda \cdot pq = a

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Super

Vielen lieben Dank, das war sehr hilfreich


Eine Frage hab ich noch:

Wie kommst du auf f2 ?

Ich dachte wir gehen so vor:

f2 (a) = f(a) + (1-λ) pq - μ pr = p +  (1-λ) pq +  (1-λ) pq - μ pr

... = a???

Wie komme ich auf (1-(1-λ))??


Vielen Dank

Wie komme ich auf (1-(1-λ))??

.. die Frage hatte ich befürchtet. Ich tue mich etwas schwer, das zu erklären. Ein Versuch:

Die Funktion f(a)f(a) bildet aa auf einen Punkt f(a)f(a) ab. Formal:af(a)a \to f(a)Lt. Definition von aa und obigen Ergebnis für f(a)f(a) ist dasp+λpqp+(1λ)pqp + \lambda \cdot pq \to p + (1-\lambda) \cdot pqBetrachte ich nur das λ\lambda, so wird dies wie folgt abgebildet:λ1λ\lambda \to 1 - \lambdaund dies mache ich zweimal hintereinander. also setze das Ergebnis 1λ1-\lambda wieder vorne ein1λ1(1λ)=λ1-\lambda \to 1 - (1-\lambda) = \lambdaGeometrisch ist das leichter zu erklären. Die Abbildung af(a)a \to f(a) ist eine Spiegelung an der Mittelsenkrechten von pqpq und eine zweimalige Spiegelung am gleichen Spiegel gibt wieder das Urbild.

Falls noch was unklar ist, so frage ruhig nochmal nach.

Gruß Werner

Hallo Werner,

 
ich sitze mal wieder eine Geometrie-Aufgabe Und habe keine Ahnung wie ich an diese Aufgabe heran gehen soll... :-/

Sie lautet wie folgt:

Sei H eine Hyperebene in An, p ∈An \H und q das Bild von p unter der Reflektion an H. 
1) z.z. die Gerade Lp,q schneidet die Hyperebene H in genau einem Punkt r 
2) z.z. r hat unter allen Punkten in H den minimalen Abstand zu p d.h. d(p,t)≤ d(p,r) für t ∈ H, dann auch t = r

Was ich weiß:

Definition einer Reflektion:
Sei H ⊂An eine affine Hyperebene, d.h. dimH = n−1 und (p0,...,pn) ∈ERep(n) mit p0,...,pn−1 ∈H, pn ∉H. 
Dann ist RH : An →An, die Reflektion an der affinen Hyperebene H, diejenige Bewegung, welche (p0,...,pn−1,pn) auf das eindeutig bestimmte euklidsche Repère (p0,...,pn−1,q) mit p0q = −p0pn überführt. 
Insbesondere ist RH|H = IdH, und die bezüglich des Repères (p0,...,pn) gegebene affin-lineare Abbildung ist [RH] = (Einheitsmatrix mit -1 an der Stelle (n,n) )



Reflektion ist orientierungsumkehrend und Translation orientierungserhaltend
zu Translation wüsste ich:
- Zu zwei Punkten A, B gibt es höchstens eine Translation, bei der A auf B abgebildet wird.



Zu einer Geradenspiegelung weiß ich:
Ist σg eine Geradenspiegelung und α eine beliebige Kongruenztransformation, so ist ασgα−1 die Geradenspiegelung an der Geraden α(g). 
Beweis: Ist X ∈ α(g), so existiert ein Y ∈ g mit X = α(Y), und es folgt ασgα−1(X) = ασg(Y) = α(Y) = X, d.h. α(g) ist Fixpunktgerade, ασgα−1 ist axiale Affinität. Da in der Gruppe B jede von der identischen Abbildung verschiedene axiale Affinität eine Geradenspiegelung ist, folgt die Behauptung. 
Insbesondere gilt, falls α eine Geradenspiegelung σh ist: σσh(g) = σhσgσh, also ist σh(g) = k gleichbedeutend mit σhσgσh = σk 
bzw. mit σhσg = σkσh, es besteht die Äquivalenz σa(b) = c ⇐⇒ σaσb = σcσa für beliebige Geraden a,b,c

Gilt g ⊥ h, so ist g∩h ein Punkt.
g ⊥ h und g 6= h hat zur Folge, daß h in der Affinitätsrichtung von σg liegt. Da σg involutorisch ist, kann es keine Scherung sein, die Affinitätsrichtung ist von der Achsenrichtung verschieden, h und g sind nicht parallel

zur Ebenenspiegelung:
Ebene - Gerade: g ⊥ ε :⇐⇒ σε(g) = g und g∩ε ≠ g





Meine Überlegungen:

1)

Ich weiß, dass eine Gerade, die nicht parallel zu einer Hyperebene ist, diese in genau einem Punkt schneidet.
Beweis: Wähle Gerade L  und Hyperebene H, die nicht parallel sind.
Nun schneidet L die uneigentliche Hyperebene Hunendl. in einem Punkt, der nicht in H∩Hunendl. liegt.
L und H müssen sich in einem Punkt P schneiden. Da sie sich nicht in Hunendl. treffen, muss P in A sein

Aber wie kann ich dies mit meiner Definition von Reflektion beweisen?

2) 
                                  ↓Dreiecksungl.↓
 d(p,t) = d(T(p),T(t))      ≤   d(T(p),T(r)) + d(T(r),T(t))  =  d(p,r) + d(r,t)
    nun ist z.z d(r,t) = 0, d.h. r = t

                                                                    ↓↓wie kommen wir darauf??
    d(r,t) = d(T(r),T(t)) = | T(r) - T(t) | = | r-t |      =      0 ⇒ r = t 


Oh je, das war jetzt wohl etwas viel ^^
Vielleicht kannst du mir helfen??

Ich bekomme leider von keinem hilfreiche Tipps https://www.mathelounge.de/637925/reflektion-schneidet-hyperebene-sc…


Vielen Dank schon einmal im Voraus für deine Antwort
sonnige Grüße Lisl

Hallo Lisl,

Du hättest vielleicht noch den Link auf die Frage hinzufügen sollen ... aber Tante Google hat das gleich gefunden ;-)

Gedulde Dich ein wenig. Ich gucke am WE mal, was ich machen kann.

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