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ich bitte Euch um Hilfe.

Wir betrachten ein festes aGa \in G und folgende Abbildungen

Ta : GG,xxaT_a: G \rightarrow G, x \mapsto x \cdot a und

aT : GG,xax_a T: G \rightarrow G, x \mapsto a \cdot x.

Ist GG eine Menge mit einer assoziativen Verknüpfung, so folgt das Axiom mit dem inversen Element von aa (d.h. zu jedem aGa \in G gibt es ein aGa' \in G mit aa=ea' * a = e) aus der Surjektivität der Abbildungen TaT_a und aT _a T für alle aGa \in G.

Ich verstehe leider den Beweis nicht. Die Surjektivität der beiden Funktionen ist offensichtlich. Seien die Gleichungen xa=bx \cdot a = b und ay=ba \cdot y =b für beliebige a,bGa,b \in G lösbar. Dann gibt es zu aa ein ee mit ea=ae \cdot a = a {Das verstehe ich gar nicht, warum gibt es so ein ee? Ich weiss doch nicht, dass es eine Gruppe ist, deshalb weiss ich nichts von einem neutralen element}. Ist bGb \in G beliebig, so ist eb=e(ay)=(ea)y=ay=be \cdot b = e \cdot (a \cdot y) = (e \cdot a) \cdot y = a \cdot y = b {Das verstehe ich, wenn ich wüsste, dass ich ea=ae \cdot a = a benutzen darf}. Durch Lösen der Gleichung xa=ex \cdot a = e erhält man das inverse Element von aa {Der letzte Satz ist mir auch nicht ganz klar}.
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Ich wuerde zunaechst zeigen, dass aT  ( bzw. Ta )zusaetlich injektiv ist, dann ist aT  ( bzw. Ta  ) bijektiv und es gibt zu jedem Element aus G eine inverse. Also muss G das neutrale Element enthalten.



aT _aT und Ta T_a sind nicht in jedem Fall injektiv, zum Beispiel bei Z/nZ \mathbb{Z}/n\mathbb{Z} mit einer Nichtprimzahl n n , hat der Kern der Abbildung aT=Ta _aT = T_a mehrere Elemente. Konkretes Zahlenbeispiel:

In Z/15Z \mathbb{Z}/15\mathbb{Z} ist T3(5)=T3(10)=0 T_3 (5) = T_3(10) = 0 .

Oder in Z/15Z \mathbb{Z}/15\mathbb{Z} und T5(3)=T5(6)=T5(9)==0 T_5 (3) = T_5(6) = T_5(9) = \dots = 0 .

MfG

Mister

PS: Allerdings sind die Abbildungen dieses Gegenbeispieles auch nicht surjektiv. Insofern hast du Recht: Sind sie surjektiv, folgt gewissermaßen die Injektivität aus der Gruppenstruktur von G. Kann man die Injektivität von aT _aT oder Ta T_a direkt zeigen, impliziert dies dann natürlich die Invertierbarkeit aller Elemente von G. Dies wäre ein alternativer Beweis.

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die Surjektivität ist nicht offensichtlich, beispielsweise für G = ℤ/nℤ mit einer Nichtprimzahl n oder für G = ℤ sind die Abbildungen Ta T_a und aT _a T nicht für alle a surjektiv.

Im ersten Gegenbeispiel sind die Abbildungen für Teiler von n nicht surjektiv. Im zweiten Beispiel sind die Abbildungen für alle a nicht surjektiv.

Sind die Abbildungen nun surjektiv, so existiert für alle bG b \in G ein xG x \in G , sodass b=xa b = xa , bzw. b=ax b = ax . Insbesondere für die Wahl b=e b = e , also als neutrales Element, existiert dann für aG a \in G ein xa1G x \equiv a^{-1} \in G , sodass e=a1a e = a^{-1} a , bzw. e=aa1 e = a a^{-1} .

Sind die Abbildungen Ta T_a und aT _a T also für alle aG a \in G surjektiv, so sind alle aG a \in G invertierbar.

Die Existenz eines neutralen Elementes folgt daraus, dass für die Wahl b=a b = a , die Gleichung a=ax a = a x , bzw. a=xa a = x a , lösbar ist, sofern Ta T_a , bzw. aT _a T , surjektiv sind für alle aG a \in G. Damit existiert mit x x ein neutrales Element in G G .

MfG

Mister

PS: Dein berechtigter Einwand liegt in der Existenz des neutralen Elementes in G G , sprich dass diese bewiesen werden muss.

PPS: Für kommutative Verknüpfungen ist Ta= aT T_a =\ _aT .
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