wie man die h-Methode bei Potenzfunnktionen anwendet weißt du ja schon,
bei Exponentialfunktion bzw. Sinusfunktion ist es analog, man braucht lediglich ein paar zusätzliche Rechenumformungen. Ich zeige es mal am Beispiel des Sinus :
f(x)=sin(x)
f´(x)=h→0limhsin(x+h)−sin(x)
Als nächstes verwendet man ein Additionstheorem, um den Zähler zu verwandeln:
sin(a+b)=sin(a)∗cos(b)+cos(a)∗sin(b)
h→0limhsin(x+h)−sin(x)=h→0limhsin(x)∗cos(h)+cos(x)∗sin(h)−sin(x)=h→0limhsin(x)∗(cos(h)−1)+cos(x)∗sin(h)=h→0limhsin(x)∗(cos(h)−1)+h→0limhcos(x)∗sin(h)=sin(x)∗h→0limhcos(h)−1+cos(x)∗h→0limhsin(h)
DIese beiden grenzwerte muss man nun bestimmen wobei man nicht für h einfach Null einsetzten darf, weil dann 0/0 steht. Es gibt mehrere Möglichkeiten diese Grenzwerte zu beweisen, aber man kann auch einfach mal kleine h einsetzten und schauen was passiert:
10−6cos(10−6)−1=5∗10−7≈0
10−6sin(10−6)=0.999999999999833333≈1
Also bleibt im Grenzübergang nur der cos(x) Term
f´(x)=cos(x)