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Aufgabe:

Sei q : R2R q: \mathbb{R}^{2} \rightarrow \mathbb{R} die von der Matrix A=(2111) A=\left(\begin{array}{ll}2 & 1 \\ 1 & 1\end{array}\right) induzierte quadratische Form, d.h. q(x)=x,Ax q(\vec{x})=\langle\vec{x}, A \vec{x}\rangle .
(i) Skizzieren Sie die Niveaumenge von q q zum Niveau 2. 2 .
(ii) Berechnen Sie das Taylorpolynom zweiten Grades von q q im Entwicklungspunkt (0,0) (0,0) . Was fällt Ihnen auf?


Problem/Ansatz:

Ich bin leider völlig ratlos, wie ich die Niveaumenge von q zum Niveau von 2 bestimme. Kann mir jemand einen Ansatz geben?

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Aloha :)

Wir formen zunächst den Funktionsterm um:q(x)=<x;Ax>=xT(Ax)=xT((2111)(x1x2))=(x1x2)(2x1+x2x1+x2)q(\vec x)=\left<\vec x;A\vec x\right>=\vec x^T\cdot (A\cdot\vec x)=\vec x^T\cdot\left(\begin{pmatrix}2 & 1\\1 & 1\end{pmatrix}\binom{x_1}{x_2}\right)=\begin{pmatrix}x_1 & x_2\end{pmatrix}\binom{2x_1+x_2}{x_1+x_2}q(x)=x1(2x1+x2)+x2(x1+x2)=2x12+2x1x2+x22\phantom{q(\vec x)}=x_1(2x_1+x_2)+x_2(x_1+x_2)=2x_1^2+2x_1x_2+x_2^2

zu a) Zum Zeichnen der Niveau-Menge q(x)=2q(\vec x)=2 stellen wir diese Gleichung nach x2x_2 um:2=!q(x)=2x12+2x1x2+x22=x12+(x1+x2)2    x2=±2x12x12\stackrel!=q(\vec x)=2x_1^2+2x_1x_2+x_2^2=x_1^2+(x_1+x_2)^2\implies x_2=\pm\sqrt{2-x_1^2}-x_1

~plot~ sqrt(2-x^2)-x ; -sqrt(2-x^2)-x ; [[-3|3|-2|2]] ~plot~

Die Niveau-Menge ist der Rand einer Ellipse.

zu b) Das haben wir oben bei der Umformung von q(x)q(\vec x) bereits erledigt. Die Taylor-Entwicklung enthält nur Terme 2-ter Ordnung, die 0-te oder 1-te Ordnung kommen nicht vor. Und die Taylor-Entwicklung ist exakt:q(x1;x2)=2x12+2x1x2+x22q(x_1;x_2)=2x_1^2+2x_1x_2+x_2^2

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Besten Dank Tschaka, so leuchtet mir das ein!

Könntest Du mir noch sagen, wieso genau nach x_2 umgestellt wird?

Und wieso die transponierte Matrix von x? (xT)

Könntest Du mir noch sagen, wieso genau nach x_2 umgestellt wird?

Und wieso die transponierte Matrix von x? (xT)

Streng genommen muss bei einer Skalarmultiplikation von 2 Vektoren der linke Vektor transponiert werden, damit die entsprechende Matrix-Multiplikation definiert ist:<x;y>=xTy\left<\vec x;\vec y\right>=\vec x^T\cdot\vec yDas Transponieren wird normalerweise nur immer unterschlagen.

Um die Funktion zu zeichnen, brauche ich eine Funktionsgleichung der Form y(x)y(x). Hier hat x2x_2 die Rolly von yy eingenommen und x1x_1 die Rolle von xx. Daher habe ich die Gleichung nach x2x_2 umgestellt.

Ahh, so machts natürlich Sinn! Ich danke dir.

Zu b) hätte ich noch eine Frage. Habe ich das richtig verstanden, dass ich nun mit der umgeformten Funktion q(x)=2(x1)2 + 2x1x2 + (x2)2 als erstes die partiellen Ableitungen 1. & 2. Ordnung bestimme und diese dann in die Taylorfunktion einsetze?

Eine Taylor-Entwicklung bis zur 2-ten Ordnung von einer Funktion f(x1;x2)f(x_1;x_2) sieht so aus:f(x1;x2)=c0+c1x1+c2x2+c3x12+c4x1x2+c5x22f(x_1;x_2)=c_0+c_1x_1+c_2x_2+c_3x_1^2+c_4x_1x_2+c_5x_2^2Die Funktionsgleichung von q(x1;x2)q(x_1;x_2) hat bereits diese Form, nur dass c0=0c_0=0, c1=0c_1=0 und c2=0c_2=0 sind. Das heißt, die Taylor-Entwicklung bis zur 2-ten Ordnung stimmt mit der Funktionsgleichung q(x1;x2)q(x_1;x_2) exakt überein.

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